Gärteln: Natürlich & wichtig

-zid ist Schiet

Zuviel Unkrautgewuchere ist unschön, aber noch lange kein Grund für den Einsatz so genannter selektiver Unkrautvernichtungs­mittel. Denn selektiv ist relativ. Du kannst sicher sein: Wenn eine Chemi­kalie eine Lebensform komplett vernichtet, wird sie vielen anderen zumindest Schaden zu­fügen. Deine Böden also niemals mit Herbiziden, Pestiziden oder Fungiziden begießen. Denn -zid heißt Gift, vergiss das nicht. Lieber ein wenig mehr Unkraut und dafür vielleicht eine etwas kleinere Ernte in Kauf nehmen.

Zutaten

Mut zu -zid-Verzicht

Gärteln: Kleingarten & Großgarten

Anti-Algenattacke

Wenn sich in deinem Gartenteich mehr Algen als Wasserpflanzen tummeln, ist zu nährstoffreiches Wasser Schuld. Es kann sein, dass die Wasserpflanzen zu sehr gedüngt oder die Fische zu üppig gefüttert wurden. Zunächst mal fischst du dann die Algen ab, mit einem feschen Kescher. Dann empfiehlt sich, Pflanzen in den Teich zu setzen, die viele Nährstoffe verbrauchen, etwas Rohrkolben und Simse. So kann der Teich das finden, was wir alle für unser Leben gern haben: Gleichgewicht.

Zutaten

1 Kescher
Rohrkolben
Simse

Gärteln: Obst & Gemüse

Aprikosenglück

Immer wieder höre ich die skeptische Frage: Können in unserem Klima eigentlich Apri­kosen gedeihen? Zugegeben, Aprikosen stellen hohe Wärmeansprüche. Außerdem brauchen sie einen besonders luftigen und vor allem trockenen Boden. Am besten steht der Baum vor einer nach Osten ausgerichteten Hauswand. Da, wo am wenigsten Niederschlag auftrifft. Ist für ein solch aprikosen-angenehmes und spezielles Klein­klima gesorgt, lohnt sich das Pflanzen eines Bäumchens unbedingt. Denn Aprikosen schmecken nicht aus Dosen.

Zutaten

Besonders luftiger und
trockener Boden
1 Aprikosenbaum

Gärteln: Zimmer & Balkon

Balkonblumenwiese

Kein Blumenkasten ist so klein, als dass man in ihm nicht eine Blumenwiese an­-
­le­gen könnte. Bunte Sommerblumen wie Klatschmohn und Kornblumen passen
wunderbar auch zur Neidröte im Gesicht deines Nachbarn, wenn er diese Pracht sieht. Aussäen tust du bitte von April bis in den Mai hinein, in Kästen und Schalen. Der Samen kommt höchstens einen Zentimeter tief in die Erde und muss regelmäßig schön feucht gehalten werden. Nach 10–20 Tagen sollte der Samen mit dem Keimen anfangen. 4–6 Wochen später fängt die kleine, feine, deine Wiese an zu blühen.

Zutaten

Blumenkästen
Gute Erde
Samen von Klatschmohn
oder Kornblume

Gärteln: Zimmer & Balkon

Bettgrün

Pflanzen erzeugen nicht nur Wohlgefallen beim Betrachter, sondern den lieben langen Tag über auch Sauerstoff. Sie sorgen also für die ständige Verbesserung der Atemluft und nebenbei für Luftfeuchtigkeit. Alle Gelehrten weisen darauf hin, dass sauerstoffreiche Luft im Schlafzimmer besonders wichtig ist. Deshalb: Grünpflanzen, vor allem großblättrige, ans Bett! Die nehmen die abgestandene Atemluft (das ausgeatmete Kohlendioxid) auf und geben dafür frischen Sauerstoff ab (Vor­sicht aller­­dings für Allergiker: Pilzsporen in Blumenerde!). Selbstlos sorgen sie für dein wohliges Chrzzzpüh-Gefühl.

Zutaten

1 Bett
Diverse Grünpflanzen

Gärteln: Kleingarten & Großgarten

Biologischer Spaten

Der Hohenheimer Gelbsenf wird dir vielleicht als exzellenter Wurstveredler ein Begriff sein. Aber er ist auch ein Garten­gerät, nämlich ein biologischer Spaten. Säst du ihn nach dem Abernten der Gemüse im Spätsommer und Herbst auf die Beete, kannst du dir das Umgraben im Herbst sparen. So sehr lockert er mit seinen Wurzeln den Boden. Echt scharf, oder?

Zutaten

1 Beet
Samen vom
Hohenheimer Gelbsenf