Gärteln: Baum & Strauch

Walnussgeduld

Die Walnuss gehört zu den gemächlich wachsenden Bäumen. Dafür wird sie später umso kräftiger, höher (bis zu 20 m) und fruchtreicher (bis zu 40 kg). Also die Walnuss auf möglichst warmem, tiefgrün­digem und durchlässigem Boden gedeihen lassen, ein paar Jahre Geduld – und dein Walnusslohn wird üppig sein. Der erwachsene Walnussbaum ist für kleine und mittlere Gärten zu mächtig, aber wenn du das Privileg eines Großgartens hast, solltest du ihn darin eine beherrschende Rolle spielen lassen. Für Kinder jeden Alters ist er ein top Kletterbaum. Dazu kommt das beglückende Ernten und Knacken der Nüsse.

Zutaten

1 Walnussbaum
1 Extraportion Geduld

Gärteln: Baum & Strauch

Willkommen, Frau Anneliese Rudolf.

Obstbäume bringen nicht nur Früchte her­vor, sondern machen auch Späßchen. Denn sie haben bisweilen wunderbare Namen. Es gibt Sauerkirschsorten, die heißen »Morellenfeuer«, Süßkirschsorten namens »Schneiders Späte Knorpelkirsche«, Quittensorten sind als »Konstantinopeler« und Haselnusssorten als »Wunder aus Bollweiler« bekannt. Und wer möchte nicht eine »Frau Anneliese Rudolf« (Pfirsich­sorte) oder eine Champagner-Birne im Garten stehen haben?

Zutaten

Ein Faible für
wunderbare Namen

Gärteln: Tier & Tierchen

Wühlmaus-Exodus

Wühlmäuse im Garten jagst du auf verschie­dene Arten. Die verblüffendste Methode: Schneide möglichst viele deiner Haare ab und stopfe sie in die Wühlmauslöcher. Die Nager verabscheuen den Geruch mensch­lichen Kopfschmucks (egal, ob gewaschen oder nicht). Sofern Haare nicht vorhanden, aber dafür eine Hauskatze, halte die Rasenfläche, die von Wühlmausgängen durchzogen ist, ganz kurz. Die Erfolgsquote des Schnurrejägers steigt mit der Rasen­kürze. Auch Holunder mag die Wühlmaus gar nicht. Stopfe also Holunderzweige oder zerriebene Holunderblätter in die Gänge – und die Maus wird sich auf Nimmerwieder­sehen davonwühlen.

Zutaten

1 mittelgroße
Wühlmaus-Aversion
Ein paar Haarbüschel
Üppig Holunderzweige
und -blätter

Gärteln: Zimmer & Balkon

Wundersame Bananen-vermehrung

Du stehst auf Exotik im Zimmerpflanzen­be­reich? Dann sei dir gesagt: Bananen kannst du leicht aus Samen heranziehen, unter fol­gender Fundamentalbedingung: sofort aus­­säen, in Töpfen oder Schalen, die am Zimmer­fenster über einem Heiz­körper stehen. Die meisten Samen benö­tigen Boden­temperaturen von 22 bis 25 °C. Als Substrat handels­übliche Aussaaterde verwen­den! Über den Erfolg entscheiden dann nur Wärme und eine hohe Luft­feuch­tigkeit, die du erreichst, indem du eine Plas­tikfolie geschmeidig über den Topf stülpst. Bis ein Samen keimt, kann es bis zu 6 Monate dauern. Aber dafür entstehen ja auch Bananen.

Zutaten

Bananensamen
Gute Aussaaterde
Töpfe oder Schalen
1 Heizkörper
Etwas Plastikfolie

Gärteln: Zimmer & Balkon

Würzkräuterecke

Als Klein- und Klitzekleingärtner und für die Krönung von Schmeckleckereien wie Kartoffelmöhrchensuppe brauchst du unbedingt eine Gewürzkräuterecke. Mit
einjährigen Arten wie Dill, Kerbel, Kresse, Bohnenkraut, Majoran, Basilikum usw. (Petersilie, obwohl zweijährig, rechne ich auch einfach mal zu den einjährigen) und mit ausdauernden Arten wie Schnittlauch, Estragon, Salbei und Zitronenmelisse. Für den Winter schneidest du die Kräuter, kurz vor der Blüte, in den frühen Morgen­stunden. Dann luftig und schattig trocknen, denn in der prallen Sonne gehen wertvolle ätherische Öle verlustig.

Zutaten

1 Ecke
Viele Gewürzkräuter

Gärteln: Obst & Gemüse

Zum Rosenkohlwohl!

Aus der Pflanzenfamilie der Kreuzblüten­gewächse stammend, wird Rosenkohl von August bis Dezember angebaut, und zwar bitte da, wo es sonnig ist. Als Boden empfiehlt sich nährstoffreicher und san­di­ger Lehmboden. Gute Nachbarn sind Kar­toffeln, Spinat, Salat, Erbsen und Sellerie. Da du dir die Röschen fabelhaft fest
und zart wünschst, beachtest du dies: ab August nur noch sparsam düngen.

Zutaten

Nährstoffreicher
und sandiger Lehmboden
Rosenkohl
Düngedosiertalent