Gärteln: Tier & Tierchen

Ja zu Igeln!

Wenn schon ein Zaun um dein Grundstück sein muss, dann bitte keiner, der dicht ab­riegelt. Denn du willst ja keinen Gefäng­nis­garten haben, oder? Außerdem und noch wichtiger: Drahtzäune auf Beton­sockeln z. B. lassen Igeln keine Chance, hindurch zu kommen, sie sind echte Igelkiller. Dabei sind Igel so putzig wie nützlich. Sie
verschnabulieren allerlei Schädlinge wie Engerlinge, Erdraupen, Drahtwürmer und Schnecken. (Schade, dass sie auch Regen­würmer verputzen, denn die sind sehr wichtig für die Humusbildung. Aber: No Igel is perfect.)

Zutaten

Viel Igelliebe

Gärteln: Kleingarten & Großgarten

John-Wayne-Weg

Mein Lieblingsgartenweg ist selbstredend kein Betonweg, auch kein Kiesweg, Platten­weg oder Rasenweg, sondern: der Rin­den­mulchweg. Sieht sehr natürlich aus und bedarf keiner Pflege. Auf das Wegbett bringst du etwa 10 cm hoch Rindenmulch auf (den du in Säcken ab­gepackt im Garten­center kaufen kannst).
Auf einem Rindenmulchweg gehst du federnd wie John Wayne.

Zutaten

1-2 Säcke Rindenmulch

Gärteln: Kleingarten & Großgarten

Kleingartenobstarten

Es mag Gärten geben, in denen Obstanbau nicht möglich ist, spätfrostgefährdete Lagen oder Allzukleinstgärten zum Beispiel. Wer aber eine kleine Gartenfläche zur Ver­fügung hat, dem empfehle ich die Hege und Aufzucht von Pflaumen, Zwetschgen, Rene­kloden und Mirabellen. Denn diese stellen an den Boden keine besonderen Ansprüche. Zwar ziehen Renekloden und Mirabellen wärmere Böden vor, ganz allgemein gedeihen diese Obstsorten aber auf leichten wie auch auf nicht allzu schweren Böden kernig gut.

Zutaten

Wärmerer, leichter oder
nicht allzu schwerer Boden
Lust auf Pflaumen,
Renekloden und Mirabellen

Gärteln: Zimmer & Balkon

Knofi-Reibe

Palmen und andere Topfpflanzen zeigen dir unmissverständlich an, wenn sie kränkeln; nämlich durch Veränderung ihres Blatt­werks (Einrollen, Verfärbung, Flecken). Tritt auch durch Standortveränderung oder Umtopfen keine Besserung ein, hilft nur noch Knob­lauch. Die maladen Blätter einfach mit der glatten Fläche einer durchgeschnittenen Knofi-Zehe einreiben.

Zutaten

1 halbe Knofi-Zehe

Gärteln: Zimmer & Balkon

Kunst des Umtopfens

Grundsätzlich ist und bleibt die beste Zeit zum Umtopfen das Frühjahr. Umtopfen geht dann so: Die Pflanze angießen, damit der Wurzelballen nicht auseinanderbröselt. Den Ballen durch liebevolles Anklopfen der Topfkante aus dem Topf lösen und die neue Topfheimat beziehen lassen. Unab­hängig vom Frühjahr: Immer unverzüglich umtopfen, wenn die Erde sauer riecht und Wurzelschäden zu befürchten sind. Es kann auch passieren, dass im Sommer die Wur­zeln aus einem Topf herauswachsen und die Pflanze dringend nach einem größeren Gefäß verlangt. Auch dann gilt: dem Pflanzenverlangen sofort nachkommen.

Zutaten

Pflanzen
Töpfe
Gutes Topfkantenanklopfgefühl

Gärteln: Obst & Gemüse

Kuschelige Gemüsedecke

Bei manchen Gemüsearten dauert es etwas, bis sich die Pflanzendecke geschlossen hat. Das heißt: Der Boden hat kurze Zeit keinen Schutz vor der strukturzerstörenden Wirkung starker Regenfälle und vor eventu­ellem Austrocknen. Mit einer Mulch­decke kann diese schwere Phase im Gemüse­leben überbrückt werden. Zum Mulchen eignet sich Rasenschnitt, leicht angewelkt, her­vorragend. Rund um die Pflanze etwas Platz lassen, damit die Feuchtigkeit beim Gießen an die Wurzeln gelangt. Auch gut als Ab­deckung zu verwenden: gehäckseltes Stroh (aber nur mit Kompost), Schredder­material von Ernterückständen oder Rhabarberblätter.

Zutaten

Rasenschnitt
Gehäckseltes Stroh
Rhabarberblätter