Spielen: Mit vielen spielen

Stille Post

Ein Spiel als immer wieder verblüffender Beweis, dass Wahrnehmung subjektiv und das menschliche Ohr ein Wunder der Im­per­fektion ist. Die Teilnehmer (je mehr, desto besser) ordnen sich am besten in einer Reihe oder einem Kreis an. Einer denkt sich eine Nachricht aus, die nun flüsternd von Mund zu Ohr des jeweiligen Nachbarn weitergegeben wird. Der letzte in der Reihe muss laut aussprechen, was ihm als Mitteilung ins Ohr geflüstert wurde. Besonders spaßig: dem Nachbarn schlimme Wörter zuflüstern.

Zutaten

Viele gute Ohren

Spielen: Mit vielen spielen

Streichholzweitrohren

Kirschkernweitspucken kennst du. Wenn du es gern etwas komplizierter hast, bitte sehr: Alle Mitspieler bekommen einen Trinkhalm und ein paar Streichhölzer (Zündköpfchen abtrennen). Nun die Streich­hölzer farbig markieren, damit man sie gut auseinanderhalten kann. Alle stellen sich nebeneinander auf, jeder schiebt ein Streichholz in seinen Strohhalm und pustet kräftig. Wer sein Hölzchen am weitesten geschossen hat, darf das Victory-Zeichen machen.

Zutaten

Trinkhalme
Streichhölzer
Stifte

Spielen: Mit vielen spielen

Stuhlgier

Du stellst nebeneinander Stühle auf, mit den Sitzflächen abwechselnd nach links und rechts. Einen Stuhl weniger als die Anzahl derjenigen, die mitspielen. Wenn die Musik einsetzt, hüpfen oder pesen alle in einem Kreis um die Stühle herum. Stoppt die Musik, müssen sich alle blitzschnell auf einen Stuhl setzen. Wer keinen Stuhl bekommt – und jetzt wird es etwas brutal – scheidet aus. Ein Stuhl wird weggenommen, und weiter geht’s. Warum dieses Spiel als »Reise nach Jerusalem« berühmt geworden ist, entzieht sich meinem Verständnis. Stuhlgier ist der weitaus realistischere Name.

Zutaten

Stühle
Musikmaschine

Spielen: Mit vielen spielen

Supermegamikado

Wie du weißt, müssen beim Mikado aus einem Häufchen Holzstäbchen gezogen werden, ohne dass sich die anderen bewegen. Supermegamikado spielt man in der freien Natur (im Wäldchen) und mit größeren Stäbchen. Zunächst Äste, Zweige und Stöckchen unterschiedlicher Dicke, Größe und Länge sammeln und alle auf einen Haufen legen. Nun beginnt ein Spieler, einen Ast oder ein Ästchen weg­zu­nehmen, ohne dass sich die anderen Hölzer bewegen dürfen. Wackelt etwas, ist der nächste dran. Erschwerend, aber die ideale Sommersupermegamikadovariante: Versuch, die Stöckchen mit den nackten Ze­hen zu greifen und wackellos wegzuziehen.

Zutaten

1 Wäldchen
Äste
Stöcke
Zweige

Spielen: Zu zweit spielen

Total knotiges Knotenknoten

Ein verhältnismäßig meditatives Spiel für 2 (bis zu 18) Spieler, das ganz auf geistige Fitness und Intuition setzt: Ein Spieler macht vor dem ihm gegenüber sitzenden Herausforderer schnell bis zu 4 Knoten (als Basisknoten gilt der einfache Achtknoten) oder auch gar keinen in ein kurzes Seil, das er hinter dem Rücken verborgen hält. Der andere muss raten, wie viele Knoten gemacht wurden. Gewonnen hat, wer genau richtig rät.

Zutaten

1 Seil

Spielen: Allein spielen

Tourette-Spiel

Tu so, als hättest du einen starken und unkontrollierbaren Tick, egal, ob verbal
(du streust »böse Wörter« in deinen alltäg­lichen Sprachgebrauch) oder gestisch
(du kontrollierst alle 10 Sekunden deine Schnürsenkel). In der Begegnung mit anderen Verstörten kannst du eine große Portion Menschenkenntnis gewinnen.

Zutaten

Viel Schauspieltalent