Spielen: Mit vielen spielen

Seilrappin’

Hierzu benötigt man mindestens 3 Mitspieler: 2 »Seilrapper« und einen Spieler, der exzellent über ein Seil springen kann. Eine ausrangierte Wäscheleine, etwa 4 bis 6 m lang, ist perfekt als Springseil. Der Springer muss nun den Inhalt eines Hip-Hop-artigen Sprechgesangs exakt »nachspringen«, zum Beispiel diesen:
»Teddybär, Teddybär, dreh’ dich um
Teddybär, Teddybär, mach’ dich krumm
Teddybär, Teddybär, heb’ das Bein
Teddybär, Teddybär, mach’ dich klein.«
Bei der letzten Zeile: »Yo, Teddybär, wie alt bist du?« muss der Spieler so viele Male springen, wie er alt ist. Dann ist der nächste Spieler dran. Yo.

Zutaten

1 Seil (Wäscheleine)
Ein wenig Rap-Talent

Spielen: Mit vielen spielen

Sind Sie nicht Ulrich Wickert?

Angenommen, du befindest dich mit ein paar Freunden an einem mit Menschen
rappelvollen Ort. Dann späht ihr euch ein Opfer aus, der einem Prominenten oder Semiprominenten ähnlich sieht (oder auch gar nicht ähnlich sieht, das ist eigentlich egal). Ihr tut jedenfalls so, als hättet ihr eure Zielperson glasklar als Prominenten (zum Beispiel Ulrich Wickert) ausgemacht, nähert euch von verschiedenen Seiten
und bittet um Autogramme, macht Hand­telefonfotos etc.

Zutaten

1 bisschen Chuzpe

Spielen: Mit vielen spielen

Stille Post

Ein Spiel als immer wieder verblüffender Beweis, dass Wahrnehmung subjektiv und das menschliche Ohr ein Wunder der Im­per­fektion ist. Die Teilnehmer (je mehr, desto besser) ordnen sich am besten in einer Reihe oder einem Kreis an. Einer denkt sich eine Nachricht aus, die nun flüsternd von Mund zu Ohr des jeweiligen Nachbarn weitergegeben wird. Der letzte in der Reihe muss laut aussprechen, was ihm als Mitteilung ins Ohr geflüstert wurde. Besonders spaßig: dem Nachbarn schlimme Wörter zuflüstern.

Zutaten

Viele gute Ohren

Spielen: Mit vielen spielen

Streichholzweitrohren

Kirschkernweitspucken kennst du. Wenn du es gern etwas komplizierter hast, bitte sehr: Alle Mitspieler bekommen einen Trinkhalm und ein paar Streichhölzer (Zündköpfchen abtrennen). Nun die Streich­hölzer farbig markieren, damit man sie gut auseinanderhalten kann. Alle stellen sich nebeneinander auf, jeder schiebt ein Streichholz in seinen Strohhalm und pustet kräftig. Wer sein Hölzchen am weitesten geschossen hat, darf das Victory-Zeichen machen.

Zutaten

Trinkhalme
Streichhölzer
Stifte

Spielen: Mit vielen spielen

Stuhlgier

Du stellst nebeneinander Stühle auf, mit den Sitzflächen abwechselnd nach links und rechts. Einen Stuhl weniger als die Anzahl derjenigen, die mitspielen. Wenn die Musik einsetzt, hüpfen oder pesen alle in einem Kreis um die Stühle herum. Stoppt die Musik, müssen sich alle blitzschnell auf einen Stuhl setzen. Wer keinen Stuhl bekommt – und jetzt wird es etwas brutal – scheidet aus. Ein Stuhl wird weggenommen, und weiter geht’s. Warum dieses Spiel als »Reise nach Jerusalem« berühmt geworden ist, entzieht sich meinem Verständnis. Stuhlgier ist der weitaus realistischere Name.

Zutaten

Stühle
Musikmaschine

Spielen: Mit vielen spielen

Supermegamikado

Wie du weißt, müssen beim Mikado aus einem Häufchen Holzstäbchen gezogen werden, ohne dass sich die anderen bewegen. Supermegamikado spielt man in der freien Natur (im Wäldchen) und mit größeren Stäbchen. Zunächst Äste, Zweige und Stöckchen unterschiedlicher Dicke, Größe und Länge sammeln und alle auf einen Haufen legen. Nun beginnt ein Spieler, einen Ast oder ein Ästchen weg­zu­nehmen, ohne dass sich die anderen Hölzer bewegen dürfen. Wackelt etwas, ist der nächste dran. Erschwerend, aber die ideale Sommersupermegamikadovariante: Versuch, die Stöckchen mit den nackten Ze­hen zu greifen und wackellos wegzuziehen.

Zutaten

1 Wäldchen
Äste
Stöcke
Zweige