Verschlichterungsblog
Alles für umä suscht

Zürich ist schön (hat See, Berge und Bars), klein (kein Mexiko City), multikulti, aber leider auch ziemlich teuer. Damit du trotzdem hinfahren und es genießen kannst, gibt es diesen Stadtführer mit einer ganzen Palette von Gratis-Freizeitaktivitäten. Du bekommst Tipps für Museen, Sporteinrichtungen, Kunst in Kirchen und auf der Straße, Alltägliches, Kurioses, Bizarres, Groteskes. Folge einfach den über 350 alphabetischen Eintragungen wie Alpenzeiger, Bruns Grab, Rhododendren-Täli oder U-Boot-Schrott auf Denkmalsockel.
Und ich betone es gern noch mal: ist alles für umä suscht, wie der Eingeborene sagt.
Hans Eijkelboom, Apostel der Anti-Fashion

Der Autor Hans Eijkelboom erklärt die Idee seines Buchs 10-Euro-Outfits so: „From August 2005 to June 2006 I bought 32 new outfits for myself, initially once a week, later once a fortnight. The only criterion for my choice was the price: it couldn’t be higher than ± 10 euros.“
Das Buch kostet 10 Euro.
In der Reihe „Supersmarte Sitzmöbel“: Zipfred

20 Lagen Pappe, ein bisschen Holz und Kabelbinder, fertig ist das supersmarte Stück. Hier spricht der Erfinder (Viktor Matic) selbst: „yes, it is made of cardboard – yes, those are cable ties – yes, that is the finished product. zipfred consists of 6 wooden elements and 20 layers of cardboard. held together only by the connected cable ties, each piece takes on its own individual character. a new undefined human personality needs in my mind objects that own a variable adjusting and transformable character – a new way of sitting. produced and distributed by nils holger moormann.developed at the faculty of design & art bozen-bolzano, ST 09/10.“
Ah, wie schlau. Oh, wie hübsch.

Hier sind kleine freundliche Energiesparmonster anzupreisen. Bugplugs heißen die Geräte, erfunden haben sie die polnischen Designer vom Studio Ah and Oh. Über Kabel sind die Bugplugs mit den elektrischen Geräten verbunden, die ja oft auch im Stand-by-Modus noch teuren Strom verplempern. Und über eine Zeitschaltuhr kannst du einstellen, wann der Energiespar-Käfer die Leitungen kappen soll. Damit der Ökocleverness aber nicht genug: Die Bugplugs haben auch Fühler, also Bewegungssensoren, die registrieren, ob du (oder ein anderer Mensch) im Raum bist. Falls nicht, geht das Licht aus, das Bügeleisen wird kalt und der Computer fährt runter. Automatisch.
Der Entschnörkler

Wer wirklich erfahren will, was innovatives, unaufdringliches, ästhetisches Design ist, das ein Produkt verständlich und brauchbar macht; und eins, das außerdem umweltfreundlich und langlebig ist; der fährt schleunigst nach Frankfurt und wandelt mit großen, freudentränenfeuchten Augen durch die Ausstellung „Less and More. Das Design Ethos von Dieter Rams“. Seit 22.5 und noch bis 5.9. im Museum für Angewandte Kunst.
Der Mensch-zu-Mensch-Kredit

Für dich als Vernunftkonsument hier eine durchaus interessante Botschaft: Es scheint sich eine neue Form der Kreditvergabe durchzusetzen: Onlineplattformen, die als Marktplatz Kredite von Mensch zu Mensch vermitteln. Das Konzept nennt sich „Social Lending“. Es verknüpft Kreditbedürftige direkt mit Privatinvestoren, die ihr Geld sinnvoll anlegen wollen – also lieber in einen Kindergarten als in ein Atomkraftwerk. „Social Lending“ will vieles anders machen als die old-school-Banken, was aber nicht heißt, dass der ganze Kreditierprozess total easy und lax und ohne Kontrolle abläuft. Die Prüfung der Kreditsuchenden z.B. ist genauso hart wie bei den alten Banken: Du musst Schufa, Einkommensnachweise, Betriebsergebnisse vorlegen, hast dann aber als Kleinunternehmer, Selbständiger, Älterer oder junger Mensch ohne festes Einkommen wirklich gute Chancen, Geld zu fairen Zinssätzen zu bekommen. Als seriöse und überlebensfähige Unternehmen mit neuer korrekter Kredithaltung gelten u.a.: Zopa, Prosper, Smava und Kiva (Hier vergibt man total zinslose Kredite an Kleinunternehmen aus Entwicklungsländern).
(via taz.de)