11. April 2010, Architektur

Lob des Erdwärmetauschers

Solltest du darüber nachdenken, ein Passivhaus zu beziehen oder zu bauen, kann ich dir nur zurufen: Jawoll. Das ist eine sehr gute Aktivität. Denn: „Das Grundprinzip des Passivhauses (ist): Wärmeverlust vermeiden und natürliche Wärme nutzen. Um die Verluste zu minimieren, werden die Hauswände stark gedämmt, die Fenster dreifach verglast und das Haus wird fast luftdicht gemacht. Große Fenster an der Südseite fangen die Sonnenstrahlen ein und reduzieren so den Wärmebedarf. Die Außenluft läuft zunächst durch einen Erdwärmetauscher in etwa einem Meter Tiefe. Der wärmt die Luft mit Hilfe der Wärme des Bodens selbst im Winter schon auf null bis 5 Grad vor. Anschließend erhitzt ein Luft-Wärmetauscher sie auf rund 16 bis 18 Grad. Dazu wird die Wärme der technischen Geräte mit der vorgewärmten Außenluft in Berührung gebracht, auch die Wärme vom Kochen, Duschen sowie die der Bewohner heizt mit. Mindestens 75% der Abwärme des Hauses wird so wieder genutzt. Die wenigen Grad, die dann noch bis zur gewünschten Raumtemperatur fehlen, produziert ein Nachheizregister. Es wird von der Heizungsanlage gespeist, die auch für die Warmwasseraufbereitung nötig ist. Die Heizung kann klassisch mit Öl und Gas betrieben werden. Bei Passivhäusern ist die Heizung häufig eine solarthermische Anlage auf dem Dach, in der die Sonne keinen Strom produziert, sondern Wasser erwärmt.“ (via FAS, 11. April 2010)