Verschlichterungsblog
In der Reihe „Supersmarte Sitzmöbel“: Zipfred

20 Lagen Pappe, ein bisschen Holz und Kabelbinder, fertig ist das supersmarte Stück. Hier spricht der Erfinder (Viktor Matic) selbst: „yes, it is made of cardboard – yes, those are cable ties – yes, that is the finished product. zipfred consists of 6 wooden elements and 20 layers of cardboard. held together only by the connected cable ties, each piece takes on its own individual character. a new undefined human personality needs in my mind objects that own a variable adjusting and transformable character – a new way of sitting. produced and distributed by nils holger moormann.developed at the faculty of design & art bozen-bolzano, ST 09/10.“
Ah, wie schlau. Oh, wie hübsch.

Hier sind kleine freundliche Energiesparmonster anzupreisen. Bugplugs heißen die Geräte, erfunden haben sie die polnischen Designer vom Studio Ah and Oh. Über Kabel sind die Bugplugs mit den elektrischen Geräten verbunden, die ja oft auch im Stand-by-Modus noch teuren Strom verplempern. Und über eine Zeitschaltuhr kannst du einstellen, wann der Energiespar-Käfer die Leitungen kappen soll. Damit der Ökocleverness aber nicht genug: Die Bugplugs haben auch Fühler, also Bewegungssensoren, die registrieren, ob du (oder ein anderer Mensch) im Raum bist. Falls nicht, geht das Licht aus, das Bügeleisen wird kalt und der Computer fährt runter. Automatisch.
Der Entschnörkler

Wer wirklich erfahren will, was innovatives, unaufdringliches, ästhetisches Design ist, das ein Produkt verständlich und brauchbar macht; und eins, das außerdem umweltfreundlich und langlebig ist; der fährt schleunigst nach Frankfurt und wandelt mit großen, freudentränenfeuchten Augen durch die Ausstellung „Less and More. Das Design Ethos von Dieter Rams“. Seit 22.5 und noch bis 5.9. im Museum für Angewandte Kunst.
Kein Scheiß: das Kompost-Pöttchen

Ein Angebot, das du, umweltbewusster stolzer Babybesitzer, nicht ablehnen kannst: Hier ist ein Töpfchen, das, nachdem es ausgedient hat, geschmeidig im Garten entsorgt werden kann. Einfach vergraben und Blumensamen draufgeben. Das Töpfchen verrottet nämlich innerhalb von 2 bis 3 Jahren komplett, um nicht zu sagen: es kompostiert. Und ist damit natürlich viel korrekter als seine Konkurrenzpöttchen aus Plastik. Es heißt Becopotty und besteht aus recycelter Pappe, Reisspelzen und Bambus. Spezielle Aminosäuren binden das Material zusammen und lösen sich auf, wenn du das Pöttchen in Feuchtwarmgebiete wie die Gartenerde bettest.
Clip box hero

Ein Hurra für Andreas Augsten. Er hat für dich ein smartes, superflexibles, so gut wie werkzeugfreies Möbelsystem entworfen. Inspiriert durch einen offenen Würfel (der ebenso Hocker wie Regal sein kann), ließ der clevere Andreas stabile Quader aus 16 Millimeter dicken Faserplatten fertigen und in alle Seiten der Quader Löcher fräsen. So dass du mehrere Boxen übereinander platzieren und mithilfe einteiliger Bolzen aus Edelstahl fixieren kannst. Oder du stellst die Boxen Rückwand an Rückwand. Oder Kante auf Kante übereinander. Oder formst damit eine in den Raum ragende Treppe (hierfür gibt es dann zweiteilige Steckbolzen: Steckt man sie zusammen, halten sie das Regal von oben und unten.) Der clip box Clou: Du kannst dein Regal jederzeit umbauen. Ein Knopfdruck – und die Bolzenverbindung ist gelöst. Smart.
Die Antischweinegrippen-Türklinke

Bruno Gruber ist Spezialist für technische Entwicklungen (und wird von seinen Freunden auch „Patent-Gruber“ genannt). Er hat bereits einen Nordic-Walking Stock mit Fußschalter, einen Laser-Einparkhelfer und eine selbstansaugende Dosierpumpe erfunden. Zum Patent angemeldet hat er jüngst auch eine Türklinke mit antibakterieller Wirkung. Sozusagen eine Anti-Schweinegrippen-Türklinke. Insbesondere für Kliniken höchst interessant, denn dort geschieht ja jede zweite Übertragung von Krankheitskeimen über Türklinken und Griffe als Zwischenträger. Die neuentwickelte Gruber-Klinke liefert andauernden Nachschub eines antibakteriell wirkenden Mittels durch Poren oder kleine Bohrungen in der Klinkenoberfläche. Das schlicht überzeugende Funktionsprinzip: Eine doppelwandige Hülse bildet einen Hohlraum, in dem sich ein saugfähiges Material mit dem Wirkstoff befindet. Diese Hülse ist über eine Türklinke aufgesteckt. Durch Poren oder Bohrungen auf der Außenseite gelangt bei Handkontakt etwas von dem Wirkstoff auf die Haut, und auch die Außenseite der Hülse selbst.
Wird Zeit, dass aus dem Patent ein Produkt wird.